Mein Hund ist krank
Früher oder später war es ja klar, dass auch mein kleiner Hund mal krank werden würde. Ich glaube, das war so ziemlich die Schlimmste Erfahrung, die einem Hundeneuling wie mir passiert ist. Ich weiß nicht mal genau, wie es passiert ist. Am Abend zuvor war noch alles in Ordnung und am nächsten Tag kam mein Süßer nicht wie üblich in mein Bett gekrochen um mich zu wecken. Schlagartig war ich wach und sah in seinem Körbchen nach. Da lag er, sah mich aus großen Augen an und rührte sich nicht. Er ließ sich zwar anfassen, aber wirkte dennoch teilnahmslos. Sein Hundefutter wollte er nicht, ebenso wenig sein Wasser. Alarmiert zog ich eines meiner Hundebücher aus dem Regal um unter der Rubrik Hundekrankheiten nachzuschlagen, was meinen kleinen und sonst sehr lebhaften Racker bedrücken könnte. Da seine Teilnahmslosigkeit auf ziemlich viele Krankheiten hindeutete, angefangen bei harmlosen Erkrankungen bis hin zu richtig ernsthaften Krankheiten, beschloss ich nicht noch lange zu zögern sondern sofort mit ihm zum Tierarzt zu fahren. Ich kam mir dort vor wie eine hysterische Mutter, die nicht weiß was mit ihrem Baby los ist. Das Wartezimmer war gerappelt voll und ich musste mich auf eine lange Wartezeit einstellen, während mein kleiner Hund einfach nur so dalag und nicht mal ein freudiges Schwanzwedeln aufbringen konnte. Als ich endlich an der Reihe war und der Tierarzt meinen Hund gründlich untersuchte und anschließend lächelte, plumpste mir ein riesiger Stein vom Herzen. Es war also nichts Lebensbedrohliches. Der Tierarzt sah den Hund an und meinte nur, dass dieser kleine Racker sich schlicht und einfach überfressen hatte und er nun Bauchschmerzen auf Grund seiner Völlerei hätte. Ich konnte mir zwar nicht erklären, woran sich dieser kleine Schlawiner bedient hatte, aber das würde ich zu Hause sicherlich noch herausbekommen. Der Tierarzt gab ihm ein Mittel gegen die Schmerzen, empfahl mir das Hundefutter in Wasser aufzuweichen wenn der kleine wieder Appetit hätte und entließ uns.